„Von alten Krisen zu neuen Wegen“

12.000 BesucherInnen waren vom 29. bis 31. Januar auf dem Stuttgarter Festival zum zehnjährigen Jubiläum des Weltsozialforums

„Von alten Krisen zu neuen Wegen“

Stuttgart open fair

Stuttgart, 31. Januar 2010. Mehr als 12.000 BesucherInnen haben vom 29. bis 31. Januar beim Stuttgart Open Fair auf dem Schlossplatz, im Forum 3 und im Laboratorium eine andere, gerechtere Welt erlebt. Anlass war das zehnjährige Jubiläum des Weltsozialforums. Dafür haben mehr als 60 Stuttgarter zivilgesellschaftliche Initiativen am Festival teilgenommen. Sie forderen eine Welt, in der Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen, Banken dem Allgemeinwohl dienen, alle Menschen am Wohlstand beteiligt und die natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt werden.

„Wirtschaft und Politik haben es nicht geschafft, unsere Welt gerechter zu machen“, sagte Reinhard Hauff vom Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung bei der Eröffnung im Forum 3 am Freitagabend. Beim Podium über „Demokratie in Stuttgart“ betonten AkteurInnen aus der Stuttgarter Zivilgesellschaft, dass BürgerInnen in vielen Fragen bessere Antworten hätten und nicht aufhören würden, diese durchzusetzen.

Das Festival zeigte konkrete Auswege aus Zerstörung der Lebensgrundlagen und Alternativen zu Ausbeutung auf. Soziale und umweltgerechte Geldanlagen, Infos zur regionaler und fairer Bio-Ernährung, Bewahrung der Menschenrechte sowie umweltschützendem Verhalten wurden an Infoständen diskutiert und in Workshops im Forum 3, an denen knapp 600 Interessierte teilnahmen, erklärt. Fazit ist, jeder kann für sich und in Stuttgart etwas für eine gerechtere Welt tun.

„Wesentlich war für mich der gelungene Austausch zwischen Nord und Süd sowie Alt und Jung“, sagte der irische Pater Shay Cullen, der auf den Philippinen missbrauchte Kinder unterstützt und mit fairgehandelten Mangos die Lebenssituation unzähliger Kleinbauern verbessert. Eines der Highlights des Festivals war der Auftritt zweier Schülergruppen aus Ostfildern und Neugereut, die auf der Bühne Sketche über das Leben von Jugendlichen in Entwicklungsländern zeigten. Eindrücklich war die Verbindung der Jugendlichen weltweit, als per Liveschaltung der Kinderchor Cullens von den Philippinen im Festzelt präsent wurde. Cullen appellierte an die Stuttgarter Veranstalter, weiterhin die Jugend im Blick zu haben: „Wir müssen unsere Erfahrung und unser Wissen an die nächste Generation weitergeben. Schön, dass Stuttgart diesen Fokus schon gewählt hat.“

Der globale Riesen-Mensch DUNDU, der zwischen Forum 3 und Schlossplatz lief, sorgte am Samstag auf der Königstraße für Aufsehen und lockte die Samstagseinkäufer ins Festzelt. Hanna Poddig, junge Vollzeitaktivistin und Buchautorin, machte Mut, auch unkonventionell für eine gerechtere Welt zu kämpfen. „Stuttgart zeigt, wie vielfältig sich die Menschen hier engagieren und das man bei seinem Einsatz nicht allein ist.“ Das nächste Stuttgart Open Fair findet Ende Januar 2011 statt.

Mehr Infos: Stuttgart Open Fair – Sekretariat, Carol Bergin/Johannes Lauterbach
Colibri e.V. Tel: 07071 -52517 oder 255608
Mail: carol.bergin@gmx.net
www.stuttgart-open-fair.de

WEBSITEhttp://www.stuttgart-open-fair.de

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